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7 Gründe, warum ebooks keine Bücher sind

Alexander Pschera, 10.10.2012

 
 

Heute beginnt die Buchmesse. In Frankfurt, und nicht in der Cloud. Oder fahre ich gerade in die falsche Richtung…?!

Hier sind 7 Gründe, warum ebooks eben doch keine Bücher sind.

  1. ebooks kann man nicht riechen. Bücher schon. Echte Leser beschnüffeln ein Buch, bevor sie es zu lesen beginnen. Wenn ebooks riechen, dann sind sie kaputt.
  2. ebooks kann man nicht streicheln. Bücher schon. Echte Liebhaber erkennen ihre Lieblingsbücher am Hautkontakt. Wenn man ebooks streichelt, bekommt man davon kalte Finger.
  3. ebooks kann man nicht stapeln. Bücher schon. Echte Sammler stapeln ihre Bücher und stellen am Schluss das Frühstückstablett oder ein Flasche Bordeaux oben drauf. Wenn man ebooks stapelt, hat man einen USB-Stick.
  4. ebooks kann man niemandem an den Kopf werfen. Bücher schon. Echte Leser bewerfen ihre Feinde mit Schundliteratur. Wenn man ein ebook wirft, ist es mit dem Lesen erst einmal aus.
  5. ebooks kann man nicht als Blumenpresse verwenden. Bücher schon. Buch-Romantiker markieren die schönsten Seiten mit einer getrockneten Blume. Wenn man eine Blume in einem ebook presst, dann ist danach das Display verschmiert.
  6. ebooks kann man nicht verbrennen. Bücher schon. Arme Poeten heizen im Winter mit Horaz und James Joyce. Wenn man ebooks verbrennt, dann kommt das gleiche heraus wie bei Punkt 4.
  7. ebooks eignen sich nicht zum book posing. Bücher schon. Angeber lesen Adorno in der U-Bahn. Wenn man ein ebook in der U-Bahn liest, dann wird man für einen Sudoku-Fan gehalten. Bestenfalls.
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